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Fachinformationen RSQV

Hintergrund
Voraussetzungen
Projektausrichtung und Tätigkeit
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Technische Angaben
Kooperationspartner



Richard Strauss
Fachinformationen zum RSQV


Hintergrund
Für viele Komponisten, deren Schaffen sich vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts erstreckt, ist die Grundlagenforschung in Form von Werk- und Quellenverzeichnissen auf den Weg gebracht. Arbeiten an kritischen Gesamtausgaben sind begonnen oder gar abgeschlossen, so beispielsweise bei Arnold Schönberg, Paul Hindemith oder Max Reger. Bei Richard Strauss hingegen stellt sich die Situation anders dar. Sieht man von vereinzelten verdienstvollen Arbeiten ab, fehlt der Erforschung seines Werkes immer noch eine tragfähige wissenschaftliche Basis. Diese Basis endlich zu schaffen, ist angesichts der Weltgeltung von Richard Strauss’ Œuvre ein dringendes Desiderat, speziell im Bereich der Quellenforschung.
Aus diesem Grund wurde im Rahmen eines DFG-Forschungsprojekts das Richard-Strauss-Quellenverzeichnis (RSQV) ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, sämtliche erreichbare Strauss-Quellen nach neuesten wissenschaftlichen Standards zu verzeichnen und zu beschreiben. Dazu gehört insbesondere die möglichst genaue Zuordnung von Skizzenmaterial zu den betreffenden Werken.
Nach vorsichtiger Hochrechnung aufgrund der vorliegenden Verzeichnisse bzw. der darin erfassten Dokumente ist von einem Volumen von ca. 2500 Einzelquellen auszugehen, allein was die Musikskizzen betrifft. Rechnet man Strauss-Briefe – die nur in Teilen projektrelevant sind – mit ein, beläuft sich die Gesamtzahl ungefähr auf das Acht- bis Zehnfache. Die bisher bekannten und zahlenmäßig größten Bestände verteilen sich auf das Richard-Strauss-Archiv (RSA) in Garmisch-Partenkirchen, die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Österreichische Nationalbibliothek in Wien, die British Library in London und die Morgan Library in New York. Darüber hinaus dürfte sich weltweit eine Vielzahl weiterer wichtiger Strauss-Quellen in Privatbesitz befinden.



Voraussetzungen
Als Ausgangsbasis für die Arbeit am RSQV dienen u.a. folgende Publikationen:

Erich H. Müller von Asow: Richard Strauss. Thematisches Verzeichnis, 3 Bde., Wien / Wiesbaden 1955–1974.
Franz Trenner: Richard Strauss. Werkverzeichnis. 1. Auflage, München 1993, 2. überarb. Auflage, Wien 1999.

Franz Trenner: Die Skizzenbücher von Richard Strauss aus dem Richard-Strauss-Archiv in Garmisch, Tutzing 1977.
Günter Brosche / Karl Dachs (Hrsg.): Richard Strauss. Autographen in München und Wien. Verzeichnis, Tutzing 1979.
Bayerische Staatsbibliothek (Hrsg.): Richard Strauss. Autographen – Porträts – Bühnenbilder. Ausstellung zum 50. Todestag, München 1999.

[Verschiedene Hrsg.]: Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Veranstaltet vom Freien Deutschen Hochstift, bisher 33 Bde. erschienen. Frankfurt am Main 1975-
Arthur Searle: The British Library. Stefan Zweig Collection. Catalogue of the Music Manuscripts, London 1999.



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Projektausrichtung und Tätigkeit
Ziel des RSQV ist die möglichst vollständige Erfassung und Beschreibung der werkrelevanten Quellenmaterialien.
Ausgangspunkt ist die Durchsicht und Auswertung der bestehenden Fachliteratur. In diesem Rahmen sind alle bislang verfügbaren Quelleninformationen vollständig nutzbar zu machen, d.h.: zu erfassen, zu prüfen, zu vergleichen und anhand der Originale vor Ort gegebenenfalls zu korrigieren und zu ergänzen. Neben den oben aufgelisteten Publikationen bietet das RSA eine interne Quellenkartei, die schon zu Strauss’ Lebzeiten von dessen Schwiegertochter Alice angelegt und nach dem Tod des Komponisten weitergeführt wurde. Auch diese Angaben sind für das RSQV von Interesse, bedürfen jedoch ebenfalls der Prüfung und Ergänzung.
Was die Ermittlung bislang unbekannter Dokumente anbelangt, ist für die gesamte Projektlaufzeit eine möglichst flächendeckende Abfrage der Bestände bei in- und ausländischen Archiven und Bibliotheken vorgesehen, die im Besitz von Strauss-Quellen sein könnten. Ergänzend wird in Fachzeitschriften und Tageszeitungen ein Aufruf geschaltet, der speziell an private Sammlerinnen und Sammler gerichtet ist. Die Berichterstattung in der Öffentlichkeit sowie die Referatstätigkeit der RSQV-Mitarbeiter werden ebenfalls zur Bekanntheit des Projekts beitragen.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft Antiquariate und Auktionshäuser. Wie aus einschlägigen Verzeichnissen hervorgeht, befand (und befindet) sich eine beträchtliche Anzahl von Strauss-Quellen auf dem freien Markt, wo die Dokumente – teilweise zu Höchstpreisen – gehandelt wurden (und werden). Aus diesem Grund sind Antiquariats- und Auktionskataloge in umfangreichem Maß zu sichten und auszuwerten, um die Recherche im direkten Kontakt mit betreffenden Institutionen gezielt fortsetzen zu können.



Datenzugang
Die erhobenen Daten werden zentral gespeichert und über das Internet zugänglich gemacht. Der Datenzugriff wird über unterschiedliche Kanäle möglich sein, zum einen über die RSQV-Datenbank auf der Homepage des Richard-Strauss-Instituts, zum anderen über das musikwissenschaftliche Online-Fachportal „Virtuelle Fachbibliothek Musik“ (VIFA Musik) der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die RSQV-Datenbank, entwickelt von der IT-Gruppe Geisteswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München, bietet die Datensätze in vollständiger Version mit umfangreichen Suchmöglichkeiten an. Demgegenüber stellt die VIFA Musik die auf das Wesentliche reduzierten Kerndaten zur Verfügung, die mit dem optionalen Wechsel auf die Vollversion beliebig vertieft werden können.


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Inhalte
Folgende Dokumententypen werden in der Datenbank vertreten sein:

  • Partituren (inkl. Erstausgabe, Druck- bzw. Korrekturfahnen, Partiturabschriften)
  • Particelle
  • Skizzenbücher
  • Skizzenblätter
  • Orchesterstimmen (der Erstausgabe und Aufführungsmaterialien)
  • Unkommentierte Textdokumente, sofern von Strauss’ Hand
  • Kommentierte Textdokumente
  • Briefe bzw. Briefbeilagen, sofern relevant für die Werkgenese (Textentwürfe in Briefen, Szenare etc.)
  • Sonstige werkrelevante Quellen



Aufruf
Im Rahmen unseres Projekts sind wir bestrebt, alles in Erfahrung zu bringen, was mit Quellenmaterial zu Richard Strauss zu tun hat. Angesichts der Fülle und Unüberschaubarkeit des Materials sind wir dabei für jede Unterstützung unserer Arbeit dankbar. Falls Sie also weiterführende Informationen haben – z.B. wenn Sie von Strauss-Quellen erfahren, die in Antiquariaten oder auf Auktionen angeboten werden –, zögern Sie bitte nicht, uns dies mitzuteilen. Jeder nützliche Hinweis, insbesondere zum Verbleib bzw. zur Provenienz solcher Quellen, ist uns willkommen.


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Technische Angaben
Projektbezeichnung zur Antragsstellung: Verzeichnis der Quellen zu den Werken von Richard Strauss als elektronische Publikation
Antragsteller: Dr. Jürgen May
Projektförderung durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeitdauer: 36 Monate
Zeitraum der Förderung: 1. Oktober 2009 bis 30. September 2012
Institution: Richard-Strauss-Institut
Anschrift: Schnitzschulstraße 19, 82467 Garmisch-Partenkirchen
Telefon: 0049 8821 / 910 5950
Fax: 0049 8821 / 910 5960
e-Mail: rsi@gapa.de



Kooperationspartner

Richard-Strauss-Archiv Garmisch

IT-Gruppe Geisteswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München
http://www.itg.uni-muenchen.de

VIFA Musik an der Bayerischen Staatsbibliothek, München
http://www.vifamusik.de

Bayerisches Musiker-Lexikon Online (BMLO)
http://www.bmlo.lmu.de

Münchner Musik-Lexikon (MUK)
http://muk.gwi.uni-muenchen.de


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